Cretima Celtica
 
 
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TRECHENG BRETH FÉNE -
irische Triaden,
gesammelt von Kuno Meyer
(F)

Übersetzt aus dem Englischen von Claudia Jenik

 

1906 brachte Kuno Meyer “The Triads of Ireland” als Band 13 der “Todd Lecture Series of the Royal Irish Academy” heraus. Der Verleger war “Hodges, Figgis, & Co., Ltd.” in Dublin und London. Der irische Originalname dieser Triadensammlung lautet „Trecheng Breth Féne”. Meyer übersetzte es in Englisch: "A triadic arrangement of the sayings of Irishmen" (Irische Sinnsprüche in Dreierform), und meinte, dass "es sich nur um einen kleinen Teil der Triaden handelt, deren vollständige Zahl in verschiedenen irischen Manuskripten quer über Irland verstreut ist". Der Text der Trecheng Breth Féne stammt vor allem aus folgenden Büchern und Manuskripten:

 

Lebor Buide Lecáin, „Das gelbe Buch von Lecan“ (Ende 14. Jhdt.)

Leabhar Bhaile an Mhóta, “Das Buch von Ballymote” (1390)

Leabhar Uí Maine, “Das Buch von Húi Maine (oder) Hy Many“ (Ende 14. / Anfang 15. Jhdt.)

Leabhar Mór Mhic Fhir Bhisigh Leacain, “Das große Buch von Lecan” (1400)
Weiters ein Manuskript von 1575

Und ein Manuskript von Tadhg Tiorthach O' Neachtain von 1745

 

Meyer folgte bei der Ordnung seiner Triaden hauptsächlich dem Gelben Buch von Lecan.  

 

Das englische Original findet man auf der Website:

 

http://www.smo.uhi.ac.uk/sengoidelc/donncha/trecheng/

 

Bei den meisten Triaden ist die Übersetzung sehr sicher. Dort wo sich Meyer nicht sicher war, habe auch ich die irischen Begriffe in der deutschen Übersetzung in Anführungszeichen belassen. Manchmal hat Meyer für eine Triade verschiedene Versionen. Das habe ich mit einem Schrägstrich zwischen den verschiedenen Möglichkeiten gekennzeichnet. Des Weiteren war auch ich mir bei einigen Übersetzungen aus dem Englischen nicht sicher. Schrägstriche markieren hier mehrere Möglichkeiten, und oft habe ich auch das Vokabel des englischen Originals in Klammer dazugeschrieben. Des Weiteren auch Fragezeichen, wo ich mir selbst nicht sicher war. In Klammer stehen weiters manchmal Erklärungen zu den Begriffen, v.a. bei den geografischen Namen.

 

Ich habe mir weiters erlaubt, die Triaden nach Themenbereichen zu ordnen, um so mehr Übersicht zu schaffen. Die Nummerierung folgt allerdings der von Kuno Meyer. Möchte man die Originalreihenfolge, braucht man nur der Nummerierung folgen.

 

Obwohl unter dem Menüpunkt "Ethik" finden sich hier alle Triaden, die Kuno Meyer gesammelt hat, da die meisten mit Moral, Ethik und Gesellschaft zu tun haben. Die ersten Triaden über die Geographie Irlands würden eher in den Bereich "Tempel, Haine, Kultstätten" passen. Ich wollte die Sammlung aber nicht auseinanderreißen, daher sind hier alle versammelt. Bemerkt muss auch werden, dass einige der Triaden keine echten Triaden sind, da sie aus weniger oder mehr als drei Einheiten bestehen.






I. Die Geografie Irlands – einzelne Namen

 

1.

Cenn Hérenn: Ardmacha.

Der Kopf von Irland:

Armagh.

 

2.

Ordan Hérenn: Clúain Maic Nóis.

Die Würde von Irland:

            Clonmacnois.

 

3.

Ana Hérenn: Cluain Iraird.

Der Reichtum von Irland:

            Clonard.

 

4.

Cride Hérenn: Cell Dara.

Das Herz von Irland:

            Kildare.

 

5.

Sruithe Hérenn: Bendchor.

Das Alter von Irland:

            Bangor.

 

6.

Cóemna Hérenn: Lusca.

Die Annehmlichkeit von Irland:

            Lusk.

 

7.

Áinius Hérenn: Cenannus.

Das Vergnügen von Irland:

            Kells.

 

8.

Dí shúil Hérenn: Tamlachta 7 Findglais.

Die zwei Augen von Irland:

            Tallaght und Finglas.

 

9.

Tech commairce Hérenn: Tech Cairnig for sligid Assail.

Das Heiligtum von Irland:

            das Haus von Cairnech an der Straße von Asal (Straße von Tara nach Westmeath).

 

 

 

10.

Idna Hérenn: Inis Cathaig.

Die Klarheit/Reinheit von Irland:

            Scattery Island.

 

11.

Reclés Hérenn: Glenn DÁ Locha

Die Abtei von Irland:

            Glendalough.

 

12.

Féinechas Hérenn: Clúain Húama.

Die Rechtssprechung von Irland:

            Cloyne.

 

13.

Tech Foichle Hérenn: Fernae.

Das Haus des Arbeitslohns von Irland:

            Ferns.

 

14.

LitÁnacht Hérenn: Less Mór.

Das Litaneisingen von Irland:

            Lismore.

 

15.

Senchas Hérenn: Imblech Ibair.

Das Wissen von Irland:

            Emly.

 

16.

Bérla Féine Hérenn: Corcach.

Die gerechte Rede in Irland:

            Cork.

 

17.

Légend Hérenn: Ross Ailithre.

Das Lernen in Irland:

            Roscarbery.

 

18.

Téite Hérenn: Tír Dá Glas.

Die Liederlichkeit von Irland :

            Terryglas.

 

19.

Anmchairde Hérenn: Clúain Ferta Brénainn.

Die spirituelle Führung von Irland :

            Clonfert.

 

 

20.

Escaine Hérenn: Lothra.

Der Fluch von Irland:

            Lorrha.

 

21.

Brethemnas Hérenn: Sláine.

Das Gerichtsurteil von Irland:

            Slane.

 

22.

Dúire chrábaid Hérenn: Fobur Féichín.

Die strenge Frömmigkeit von Irland:

            Fore.

 

23.

Áibne Hérenn: Ard mBreccáin.

Die Freude von Irland:

            Ardbracken.

 

24.

Diúite Hérenn: Ross Commáin.

Die Einfachheit/Geradlinigkeit von Irland:

            Roscommon.

 

25.

Fáilte Hérenn: Ráith mBoth nó Druimm Lethan.

Der Willkommensgruß in Irland:

            Drumlane.

 

26.

Desherc Hérenn: Dún Dá Lethglas.

Die Nächstenliebe von Irland:

            Downpatrick.

 

27.

Trichtach Hérenn: Dairchaill.

“Trichtach” von Irland:

            Dairchaill.

 

28.

Fossugud Hérenn: Mag mBile.

Die Beständigkeit von Irland:

            Moville.

 

29.

Martra Hérenn: Tulen.

Das Martyrium von Irland:

            Dulane.

 

 

30.

Ailbéimm Hérenn: Cell Rúaid.

Die Schande von Irland:

            Cell Ruaid (Ruad(an)’s Kirche)

 

31.

Genas Hérenn: Lann Ela.

Die Keuschheit/Unbescholtenheit von Irland:

            Lynally.






II. Die Geografie Irlands – Triaden

 

32.

Trí tairleme Éirenn:

Daire Calgaig 7 Tech Munna 7 Cell Maignenn.

Drei Plätze zum Niederlassen/Verweilen von Irland:

            Derry

und Taghmon

und Kilmainham.

 

33.

Trí aithechpuirt Hérenn:

Clúain Iraird, Glenn Dá Locha, Lugbad.

Drei Pachtgründe von Irland:

            Clonard,

            Glendalough,

            Louth.

 

34.

Trí clochraid Hérenn:

Ard Macha, Clúain Maic Nóis, Cell Dara.

Drei Steinbauten von Irland:

            Armagh,

            Clonmacnoise,

            Kildare.

 

35.

Trí háenaig Hérenn:

áenach Tailten, áenach Crúachan, áenach Colmáin Ela.

Drei Volksfeste von Irland:

            das Volksfest von Teltown,

            das Volksfest von Crúachan,

            das Volksfest von Colman Elo.

 

36.

Trí dúine Hérenn:

Dún Sobairche, Dún Cermna, Cathair Chonrúi.

Drei Festungen von Irland:

            Dunseverick,

            Dun Cermna (auf der alten Höhe von Kinsale),

            Cathir Conree.

37.

Trí slébe Hérenn:

Slíab Cúa, Slíab Mis, Slíab Cúalann.

Drei Berge von Irland:

            Slieve Gua (Knockmealdown Mountains),

            Slieve Mis,

            Slieve Cualann (Wicklow Mountains).

 

38.

Trí haird Hérenn:

Crúachán Aigli, Ae Chúalann, Benn mBoirchi.

Drei Gipfel von Irland:

            Croagh Patrick,

            Ae Chualann („die Leber/der Brei von Cualu“,

entweder der große Sugarloaf oder Lugnaquilla)

            Benn Boirche (Slieve Donard).

 

39.

Trí locha Hérenn:

Loch nEchach, Loch Rí, Loch nErni.

Drei Seen von Irland:

            Lough Neagh,

            Lough Ree,

            Lough Erne.

 

40.

Trí srotha Hérenn:

Sinann, Bóand, Banda.

Drei Flüsse von Irland:

            Shannon,

            Boyne,

            Bann.

 

41.

Trí machaire Hérenn:

Mag Midi, Mag Line, Mag Lifi.

Drei Ebenen von Irland:

            die Ebene von Meath,

            Moylinny,

            Moy-Liffey (die Ebene von Kildare).

 

42.

Trí dorcha Hérenn:

úam Chnogba, úam Slángae, dercc Ferna.

Drei dunkle Plätze von Irland:

            die Höhle von Knowth,

            die Höhle von Slaney,

            die Höhle von Ferns.

 

43.

Trí díthruib Hérenn:

Fid Mór hi Cúailgni, Fid Déicsen hi Tuirtri, Fid Moithre hi Connachtaib.

Drei Ödländer von Irland:

            Fid Mór (großer Wald) in Coolney,

            Fid Déicsen (Wald der Spione) in Tuirtri (in Antrim),

            der Wald von Moher in Connaught.

 

44.

Trí dotcaid Hérenn:

abbdaine Bendchuir, abbdaine Lainne Ela, ríge Mugdorn Maigen.

Drei unglückliche Plätze von Irland:

            die Abtei von Bangor,

            die Abtei von Lynally,

            das Königtum von Mugdorn Maigen (Cremorne in Monaghan).

 

45.

Trí huilc Hérenn:

Crecraigi, Glasraigi, Benntraigi.

Drei Böse von Irland:

            die Crecraige (Clan von Coolavin, Sligo/Roscommon),

            die Glasraige (Clan im Grenzland von Lough Sheelin, Cavan, Longford,

Westmeath und Meath),

            die Benntraige/Banry (Clan? in Cork oder Bantry/Wexford).

 

46.

Trí cáemnai Hérenn:

abbdaine Lusca, ríge trí Cúalann, secnabbóite Arda Macha.

Drei angenehme Plätze von Irland:

            die Abtei von Lusk,

            das Königtum der drei Cualu,

            die Vize-Abtei von Armagh.

 

47.

Trí trága Hérenn:

Tráig Ruis Airgit, Tráig Ruis Téiti, Tráig Baili.

Drei Strände von Irland:

            der Strand von Ross Airgit (Upper Ormond in Tipperary),

            der Strand von Ross Teiti,

            der Strand von Baile (Dundalk).

 

48.

Trí hátha Hérenn:

Áth Clíath, Áth Lúain, Áth Caille.

Drei Furten von Irland:

            Ath Cliath (Hurdle-Ford),

            Athlone (Furt von Luan),

            Ath Caille (Wood-Ford, vielleicht beim Shannon).

 

49.

Trí sligid Hérenn:

slige Dála, slige Asail, slige Midlúachra.

Drei Heeresstraßen von Irland:

            Slige Dala (große Straße von Tara nach Ossory),

            Slige Asail,

            Slige Luachra (Straße im Norden von Tara).

 

50.

Trí belaige Hérenn:

Belach Conglais, Belach Luimnig, Belach Duiblinne .i. Átha Clíath.

Drei Bergpässe von Irland:

            Baltinglass,

            der Pass von Limerick,

            der Pass von Dublin.

 

51.

Trí drommanna Hérenn:

Druimm Fingin, Druimm nDrobcoil, Druimm Leithe.

Drei Hügelketten/Berggrate von Irland:

            Druim Fingin,

            Druim nDrobcoil,

            Druim Leithe (in Breffny).

 

52.

Trí maige Hérenn:

Mag mBreg, Mag Crúachan, Mac Liphi.

Drei Ebenen von Irland:

            Moy Bray,

            Moy Croghan,

            Moy Liffey.

 

53.

Trí clúana Hérenn:

Clúain Maic Nóis, Clúain Eois, Clúain Iraird.

Drei Auen von Irland:

            Clonmacnois,

            Clones,

            Clonard.

 

54.

Trí tellaige Hérenn:

tellach Temrach, tellach Caisil, tellach Crúachan.

Drei Haushalte von Irland:

            der Haushalt von Tara,

            der Haushalt von Cashel,

            der Haushalt von Crúachan.

 

55.

Trí hessa Hérenn:

Ess Rúaid, Ess Danainne, Ess Maige.

Drei Wasserfälle von Irland:

            Assaroe,

            Eas Danainne (am Shannon, gegenüber von Dunass, in Clare),

            Eas Maige.

 

56.

Trí fothirbi Hérenn:

Tír Rátha Laideniáin, Slíab Commáin, Slíab Mancháin.

Drei Felder? von Irland:

            das Land von Rathlynan,

            Slieve Comman,

            Slieve Manchain.

 

57.

Trí tiprata Hérenn:

Tipra na nDési, Tipra Húarbeoil, Tipra Úaráin Garaid.

Drei Quellen von Irland:

            die Quelle von Desi,

            die Quelle von Uarbel

(möglicherweise in der Nähe von Sescenn Uarbéoil in Leinster),

            die Quelle von Uaran.

 

58.

Trí haimréide Hérenn:

Breifne, Bairenn, Bérre.

Drei unebene Plätze von Irland:

            Breffny,

            der Burren,

            Beare.

 

59.

Trí hinbera Hérenn:

Inber na mBárc, Inber Féile, Inber Túaige.

Drei Flussmündungen von Irland:

            Inver na mBarc (Dún na mBárc ist in der Bucht von Bantry),

            Inver Feile/Feale,

            Inver Tuaige (die Mündung der Bann).

 

60.

Trí hairderca Hérenn:

Léimm Conculaind, Dún Cáin, Srub Brain.

Drei auffällige Plätze von Irland:

            Cuchulinn’s Leap (Loop Head),

            Dunquinn,

            Sruve Brain (im Westen von Kerry).

 

  

61.

Trí gnátha Hérenn:

Tráig Lí, Lúachair Dedad, Slíab Fúait.

Drei vertraute Plätze von Irland:

            Tralee,

            Logher,

            die Fews.

 

106.

Trí scenb Hérenn:

Tulach na nEpscop, Ached Déo, Duma mBúirig.

Drei Plätze in Irland, die Dich beginnen lassen:

Tulach na n-Escop (ein Hügel bei Kildare),

Achad Deo (im Westen von Irland),

Duma mBuirig.

 

108.

Trí daurthige Hérenn:

daurthech Birra, daurthech Clúana Eidnech, daurthech Leithglinde.

Drei Kapellen in Irland:

die Kapelle von Birr,

die Kapelle von Clonenagh,

die Kapelle von Leighlin.

 






III. Religion, Mythos und Folklore     

 

63.

Trí meinistri fer Féne:

.i. cích, grúad, glún.

Drei Heiligtümer von Irland:

            Brust,

            Wange,

            Knie.

 

107.

Trí hingnad Hérenn:

lige inn abaic, lige nEothuili, allabair i foccus.

Drei Wunder von Irland:

das Grab des Zwergs (in Tara),

das Grab von Trawohelly,

ein nahes Echo.

 

236.

Trí hamra Glinne Dalláin i tír Eogain:

torcc Dromma Leithe,

is ass rochin 7 is dó-side forfhéimid Finn ní,

co torchair imMaig Lii la aithech búi hic tírad, ut dixit Finn:
”Ní mad biadsam ar cono. ní mad ríadsam ar n-echa

tan is aithechán átha. romarb torcc Dromma Letha.”
Míl Leittreach Dalláin,

cenn duine fair, dénam builc gobann olchena .i. ech usci robói isind loch

i tóeb na cille, is hé dochúaid ar ingin in tsacairt co dergene in míl frie.

Dam Dili in tres ingnad.

Asind loch cétna táinic a athair

co ndechaid for boin do búaib in brugad robói i fail na cille,

co ndeirgenai in dam de.

Drei Wunder von Glenn Dallan in Tirowen (Glencar im Norden der Stadt Sligo):

Der Eber von Druim Leithe.

            Der wurde dort geboren, und Finn war unfähig,

irgendetwas gegen ihn zu unternehmen,

bis er (der Eber) in Mag Li (Tír Lí, wesltich des Flusses Bann)

durch einen Schuldner zu Fall kam,

welcher gerade mit der Trocknung auf der Darre beschäftigt war.

Da sagte Finn:

„Wir haben unsere Jagdhunde nicht gut gefüttert,

wir haben unsere Pferde nicht gut geführt,

als ein kleiner Bauernlümmel von der Darre kam

und den Eber von Druim Leithe tötete.“

Die Bestie von Lettir Dallan.

Sie hat einen Menschenkopf

und sonst das Aussehen von einem Blasebalg eines Schmieds.

Das Seepferd, welches im See neben der Kirche lebte,

zeugte mit des Priesters Tochter diese Bestie.

Der Ochse von Dil ist das dritte Wunder.

Sein Vater kam aus demselben See,

und der ging zu einer der Kühe eines Gutsbesitzers, welcher nahe der Kirche lebte, und zeugte mit ihr den Ochsen.

 

237.

Trí hamra Connacht:

lige nÉothaili 'na thrácht. Comard hé frisin trácht.

Intan atraig in muir, comard hé fria lán.

Dirna (.i. cloch) in Dagdai,

cia fochertar im-muir, cia berthair hi tech fo glass, dodeime a tiprait oca mbí.

In dá chorr i n-Inis Cathaig,

nocha légat corra aili leo inna n-insi 7 téit in banchorr isin fairrgi síar do duth,

co tóet cona heisínib essi 7 nocon fagbat curaig eolus cia airm in doithi.

Drei Wunder von Connaught:

Das Grab von Eothaile am Strand.

Es ist so weit wie der Strand.

Wenn das Meer ansteigt, steigt es mit der Flut.

Der Stein des Dagda.

            Obwohl er ins Meer geworfen wurde,

obwohl er in ein Haus unter das Schloss....,

heraus aus der Quelle, in der er sich befindet.

Die zwei Reiher auf Scattery Island.

            Sie lassen keine anderen Reiher auf ihre Insel,

            und das Reiherweibchen geht westwärts übers Meer um zu brüten

            und kehrt dann von dort mit ihren Jungen zurück.

            Und kein Curragh (irisches lederbezogenes Boot)

hat je den Brutplatz entdeckt. 

 

62.

Trí hamrai la Táin Bó Cúailgne:

.i. in cuilmen dara héisi i nÉrinn;

in marb dia haisnéis don bíu .i. Fergus mac Róig

dia hinnisin do Ninníne éicius i n-aimsir Corbmaic maic Fáeláin;

intí dia n-aisnóther, coimge bliadna dó.

Drei Wunder beim “Rinderraub von Cooley”:

            als „Cuilmen“ an seiner Stelle? nach Irland kam;

            das Tote verbindet sich mit dem Lebenden,

das heißt, Fergus mac Róich trägt es Ninníne dem Liederdichter vor,

in der Zeit von Cormac mac Fáeláin;

            der Ein-Jahres-Schutz für den, für den es vorgetragen wurde. ???

 

128.

Trí comartha láthraig bendachtan:

clocc, salm, senad.

Drei Zeichen eines gesegneten Platzes:

eine Glocke,

Psalmen,

eine Synode (Zusammenkunft der Ältesten).

 

129.

Trí comartha láthraig mallachtan:

tromm, tradna, nenaid.

Drei Zeichen eines verfluchten Platzes:

Holunder,

ein Wachtelkönig,

Nesseln.

 

66.

Trí hairgarta ecalse:

caillech fri clocc, athláech i n-apdaine, banna for altóir.

Drei verbotene Dinge in der Kirche:

eine Nonne als Glöcknerin,

ein Veteran als Abt,

Abfall (drop) auf dem Altar.

 






IV. Familie, Heim und Haus(halt), Ehe und Erbschaft, Sicherheiten

 

72.

Trí dotcaid threbairi:

tarcud do drochmnái, fognam do drochfhlaith, cóemchlód fri drochfherann.

Drei unglückliche Dinge für einen Hausherrn:

            einer schlechten Frau einen Antrag machen,

            einem schlechten Adligen dienen,

            etwas gegen schlechtes Land eintauschen.

 

73.

Trí búada trebairi:

tarcud do degmnái, fognam do degfhlaith, cóemchlód fri dagfherenn.

Drei hervorragende Dinge für einen Hausherrn:

            einer guten Frau einen Antrag machen,

            einem guten Adligen dienen,

            etwas gegen gutes Land eintauschen.

 

160.

Trí ná dlegat athchommus:

mac 7 athair, ben 7 a céile, dóer 7 a thigerna.

Drei sind nicht berechtigt, auf Autorität zu verzichten/die Autorität zu leugnen:

Sohn und Vater,

            eine Ehefrau und ihr Ehemann,

            ein Leibeigener und sein Herr.

 

223.

Cia mesam hi trebod?

Maic mná méile, fleda menci, clemna ile, immat meda scéo fína:

notchrínat, ní thormaiget.

Was ist das Schlimmste in einem Haushalt?

            Söhne einer Kupplerin,

von häufigen Festen,

von zahlreichen Ehebündnissen,

von einem Übermaß an Met und Wein.

Diese Dinge zehren dich auf und bringen keinen Nutzen.

 

227.

Trí ata ferr i tig:

daim, fir, béla.

Drei Dinge sind am besten im Haus:

            Ochsen,

            Männer,

            Äxte.

 

228.

Trí ata messum i tig:

maic, mná, méile.

Drei Dinge sind am schlimmsten im Haus:

            Söhne,

            Frauen,

            Unzucht.

 

149.

Trí diubarta forsná íada dílse:

tinnscra mná, imthomailt lánamna, iarraid maicc.

Drei Verheimlichungen, an welchen der Verlust kein Ende hat:

            die Mitgift einer Frau,

            die Verpflegung eines Ehepaares,

            das Adoptivgeld eines Sohnes.

 

152.

Trí maic nad rannat orbai:

mac muini 7 aurlai 7 ingine fo thrilis.

Drei Söhne, die kein Erbteil erhalten:

            der Sohn einer Hure (in einem Gestrüpp zur Welt gebracht),

und der eines Sklaven,

            und der eines Mädchens mit Locken.

 

205.

Trí orbai rannaiter fiad chomarbaib:

orba drúith 7 orba dásachtaig 7 orba sin.

Drei Erbschaften werden im Beisein der Erben aufgeteilt :

            die Erbschaft eines Narren,

            und die Erbschaft eines Irren,

            und die Erbschaft eines Alten.

 

87.

Trí haithne co fomailt:

aithne mná, aithne eich, aithne salainn.

Drei Sicherheiten/Guthaben (deposits) mit Nutzen:

            die Sicherheit einer Frau,

            die Sicherheit eines Pferdes,

            die Sicherheit von Salz.

 

139.

Trí brothcháin rátha:

rothice, rosiacht, rotochtaig.

Drei Eintöpfe der Garantie/Sicherheit:

“rothice, rosiacht, rotochtaig”?

 

170.

Trí imuscrenat:

saill, imm, iarn, fechemnas toisc leimmid eicsi.

Drei „imuscrenat“`?:

            Salz,

            Butter,

            Eisen,

            „fechemnas toisc leimmid eicsi“?

 






V. Gastfreundschaft, Bierstuben und Feiern

 

97.

Trí fuiric thige degduni:

cuirm, fothrucud, tene mór.

Drei Vorkehrungen im Haus eines guten Menschen:

ein Bier,

ein Bad,

ein großes Feuer.

 

98.

Trí fuiric thige drochduni:

debuid ar do chinn, athchosan frit, a chú dot gabáil.

Drei Vorkehrungen im Haus eines schlechten Menschen:

            sich in deiner Anwesenheit zu streiten,

            sich bei dir zu beschweren/beklagen,

            sein Hund, der dich angreift/an dir zerrt. /.... oder auch:

            dich mit einer bösen Erzählung zum Verlassen des Hauses zu bringen.

 

114.

Trí hamaite bít[e] i ndrochthig óiged

.i. sentrichem senchaillige, roschaullach ingine móile, sirite gillai.

Drei Idioten sind in einem schlechten Gästehaus:

            der chronische Husten einer alten Vettel,

            das hirnlose Gelaber (engl. tartar) eines Mädchens,

            der Kobold eines Knechts.

94.

Trí brónaig choirmthige:

fer dogní fleid, fer dia ndéntar, fer ibes menip sáithech.

Drei Bekümmerte in einer Bierstube:

            der Mann, der einlädt,

            der Mann, der eingeladen wird,

            der Mann, der ungesättigt trinkt.

 

225.

Trí fáilti coirmthige:

immed 7 dúthracht 7 elathó.

Drei Willkommensgrüße in einer Bierstube:

Überfluss

und Freundlichkeit

und Kunst.

 

88.

Trí búada téiti:

ben cháem, ech maith, cú lúath.

Drei ehrenvolle Dinge bei einer Versammlung:

            eine schöne Ehefrau,

            ein gutes Pferd,

            ein schneller Hund.

 

241.

Trí airfite dála:

drúth, fuirsire, oirce.

Drei Unterhaltungskünstler bei einer Versammlung:

            ein Spaßmacher,

            ein Jongleur,

            ein Schoßhündchen.






VI. Heimarbeit und Landwirtschaft

 

65.

Trí dotcaid threbtha:

gort salach, iarmur cléithe, tech drithlennach.

Drei unglückliche Dinge in der Landwirtschaft:

ein schmutziges Feld,

zerstörte Grenzmauern,

ein Haus voller Feuerfunken.

 

68.

Trí bróin ata ferr fáilti:

brón treóit oc ithe messa, brón guirt apaig, brón feda fo mess.

Drei schwere Dinge sind besser als Freude:

            die Schwere einer gemästeten Herde,

            die Schwere eines reifen Kornfeldes,

            die Schwere eines Holzes/Waldes unter der/dem Mast(en). (wood under mast)

 

75.

Trí cóil ata ferr folongat in mbith:

cóil srithide hi folldeirb, cóil foichne for tuinn, cóil snáithe dar dorn dagmná.

Drei dünne Dinge, die die Welt bestens weiterbringen:

ein dünner Milchstrahl vom Kuheuter in den Eimer,

eine dünne Ähre von grünem Getreide auf dem Feld,

ein dünner Faden in der Hand einer erfahrenen/geschickten/gebildeten Frau.

 

140.

Trí dubthrebtha:

tuga co fúatchai, imme co forngaire, tírad co n-aurgorad.

Drei schwarze Dinge in der Landwirtschaft:

            Das Dach mit Grassoden/gestohlenen Dingen decken.

            Einen Zaun mit einem Hinweis auf die Folgen eines Hausfriedensbruchs aufstellen.

            Etwas im Röstofen anbrennen lassen.






VII. Frauen und Männer

 

100.

Trí dorchae ná dlegat mná do imthecht:

dorcha cíach, dorcha aidche, dorcha feda.

Drei Dunkelheiten, in die Frauen nicht gehen sollten:

            die Dunkelheit des Nebels,

            die Dunkelheit der Nacht,

            die Dunkelheit eines Waldes.

 

126.

Trí bainne cétmuintire:

bainne fola, bainne dér, bainne aillse.

Drei Tropfen einer Ehefrau:

            ein Tropfen Blut,

            eine Träne,

            ein Schweißtropfen.

 

180.

Trí fostai dagbanais:

fosta thengad 7 gensa 7 airnberntais.

Drei Zuverlässigkeiten guter Fraulichkeit :

            die Zuverlässigkeit der Zunge,

            und der Keuschheit,

            und der Haushaltsführung.

 

181.

Trí fóindil drochbanais:

fóindil scél 7 ataid 7 airberntais.

Drei Verirrungen schlechter Fraulichkeit:

            die Verirrung der Zunge/Tratsch,

            und „ataid“?,

            und der Haushaltsführung.

 

196.

Tréde faillsiges cach ndagfheras:

dán, gaisced, crésine.

Drei Dinge kennzeichnen jeden guten Mann:

eine spezielle Gabe,

Mut,

Frömmigkeit.

 

197.

Tréde faillsigedar cach ndrochfheras:

serba, miscais, midlachas.

Drei Dinge kennzeichnen jeden schlechten Mann:

Verbitterung,

Hass,

Feigheit.

 

216.

Trí banlae:

lúan, mairt, cétáin.

Mná co firu innib, bid mó a serc la firu indá serc a fer leo-som

7 beit a mná tar éis na fer sin.

Drei Frauentage:

            Montag, Dienstag, Mittwoch.

            Wenn die Frauen an diesen Tagen zu den Männern gehen,

werden die Männer die Frauen besser lieben als die Frauen die Männer,

und die Frauen werden die Männer überleben.

 

217.

Trí ferlae:

.i. dardáin, áine, domnach.

Mná co firu intib, beitit na mná sin fo dígrad

7 beitit a fir dia n-éisi.

Satharn immorro is laithe coitchenn.

Is comlíth dóib.

Lúan sáer do dul fri cach les.

Drei Männertage:

            Donnerstag, Freitag, Sonntag.

            Wenn die Frauen an diesen Tagen zu den Männern gehen,

            werden die Frauen nicht geliebt werden,

            und ihre Ehemänner werden sie überleben.

            Der Samstag jedoch ist ein normaler Tag.

            Er ist für beide gleichermaßen glücklich.

            Montag ist ein freier Tag, an dem man jedweder Beschäftigung nachgehen kann.






VIII. König und Adlige (Nemed)

 

202.

Tréde neimthigedar ríg:

fonaidm ruirech, feis Temrach, roimse inna fhlaith.

Drei Dinge bezeichnen einen König:

ein Vertrag mit (anderen) Königen,

das Fest von Tara,

Überfluss während seiner Herrschaft.

 

235.a)

Trí húais dóib:

dul ar ríg nó úasal nemid, ar is lethiu enech ríg aidbriud;

dul fri cath, ar ní túalaing nech glinni fri cath acht ríg lasmbíat secht túatha foa mám;

dul fri cimmidecht acht nech lasa mbí mug dóer.

Drei schwierige Dinge:

Sicherheit im Namen eines Königs

oder einer anderen hoch privilegierten Person zu erhalten,

denn die königliche Ehre ist größer als jede Forderung.

Sicherheit vor einer Schlacht, denn niemand ist imstande,

irgendeine Sicherheit vor einer Schlacht zu gewähren,

außer einem König, der über sieben Stämme herrscht.

Sicherheit vor Gefangenschaft, ausgenommen, man besitzt einen Leibeigenen.

 

186.

Trí dofortat cach flaith:

góu, forsnaidm, fingal.

Drei Dinge vernichten jeden Adligen:

Falschheit/Lüge,

Betrug/Übervorteilung,

Verwandtenmord.

 

242.

Trí ata ferr do fhlaith:

fír, síth, slóg.

Drei Dinge sind für einen Adligen am besten:

            Gerechtigkeit,

            Frieden,

            eine Armee.

 

243.

Trí ata mesa do fhlaith:

lén, brath, míairle.

Drei Dinge sind für einen Adligen am schlimmsten:

Faulheit,

Verrat,

ein übler Berater.

 

248.a)

Cetheora miscne flatha:

.i. fer báeth utmall, fer dóer dímáin, fer gúach esindraic, fer labor dísceoil;

Vier verhasste Dinge eines Adligen:

            ein dummer flatterhafter Mann,

            ein sklavischer nutzloser Mann,

            ein verlogener unwürdiger Mann,

            ein geschwätziger Mann, der nichts Wichtiges zu erzählen hat.

 

253.

Teora sírechta flatha:

cuirmthech cen aisnéis, buiden cen erdonail, dírim cen chona.

Drei Tabus für einen Adligen:

eine Bierstube ohne Geschichtenerzählen,

eine Truppe ohne Herold,

eine Jagdgesellschaft ohne Hunde.

 

248.b)

Ar ní tabair labrai acht do chethrur:

.i. fer cerda fri háir 7 molad, fer coimgni cuimnech fri haisnéis 7 scélugud,

brethem fri bretha, sencha fri senchas.

Denn er (ein Adliger) verleiht keine Lobreden, ausgenommen für die vier:

            einen Seher für Satire und Lobpreis,

            einen Chronisten für sein gutes Gedächtnis für Erzählungen und Geschichten,

            einen Richter für gute Urteile,

            einen Historiker für alte Geschichte.

 

96.

Trí cuil túaithe:

flaith brécach, breithem gúach, sacart colach.

Drei Dinge, die einen Stamm in den Ruin treiben:

ein verlogener Adliger,

ein falscher Richter,

ein geiler/gefallener/beleidigender Priester.

 

166.

Trí gráda coillte túath inna ngói:

gói ríg, gói shenchada, gói bretheman.

Drei Klassen, die in ihrer Falschheit einen Stamm in den Ruin treiben:

die Falschheit eines Königs,

die Falschheit eines Historikers,

die Falschheit eines Richters.

 

167.

Trí sóir dogníat dóeru díb féin:

tigerna renas a déiss, rígan téite co haithech, mac filed léces a cheird.

Drei Freie, die sich selbst versklaven:

ein Fürst, der sein Land verkauft,

eine Königin, die zu einem Grobian geht,

eines Sehers Sohn, der seine(s Vaters) Kunst aufgibt.






IX. Weitere adlige und nichtadlige Berufe

 

123.

Tréde neimthigedar filid:

immas forosna, teinm laeda, dichetal di chennaib.

Drei Dinge kennzeichnen einen Seher:

Erleuchtende Wissenschaft,

(Traumorakel mit gekautem Fleischopfer und Zaubergesang)

Gesang unter dem Biss,

(den Daumen auf einen Zahn legen und wahrsagen

oder die Spitzen von Stäbchen auf den entsprechenden Gegenstand legen und alles darüber erfahren)

Zauber mit den Fingerspitzen.

(man schaut durch die zu einem O geformten Hände auf eine entfernte Person und singt Zauberlieder über sie)

 

122.

Tréde neimthigedar cruitire:

golltraige, gentraige, súantraige.

Drei Dinge kennzeichnen einen Harfenspieler:

eine Melodie zum Weinen,

eine Melodie zum Lachen,

eine Melodie zum Schlafen.

 

171.

Trí comartha aragella i tig britheman:

ecna, aisnéis, intlecht.

Drei Zeichen „aragella“?  im Haus eines Richters:

Weisheit,

Information,

Verstand.

 

119.

Tréde neimthigedar liaig:

dígallrae, díainme, comchissi cen ainchiss.

Drei Dinge kennzeichnen einen Arzt:

eine vollkommene Heilung,

keinen Makel hinterlassen,

eine schmerzlose Untersuchung.

 

99.

Trí gretha tige degláich:

grith fodla, grith suide, grith coméirge.

Drei Rufe im Haus eines guten Kriegers:

            der Ruf der Aufteilung/Verteilung (distribution),

            der Ruf zum Niedersetzen,

            der Ruf sich zu erheben (rising up).

 

120.

Tréde neimthigedar gobainn:

bir Neithin, fulacht na Morrígna, inneóin in Dagda.

Drei Dinge kennzeichnen einen Eisenschmied:

der Bratspieß des Neithin,

die Esse der Mórrígan,

der Amboss des Dagda.

 

117.

Tréde neimthigedar círmaire:

coimrith fri coin hi[c] cosnum chnáma,

adarc reithi do dírgud dia anáil cen tenid,

dichetal for ochtraig co rathochra

a mbí ina íchtur for a úachtar do chongna 7 cnámaib 7 adarcaib.

Drei Dinge kennzeichnen einen Kammmacher:

Einen Hund abrichten, damit dieser einen Knochen findet.

Geradebiegen eines Widderhorns mit dem eigenen Atem, ohne Feuer.

Ein Zauberlied auf einem Misthaufen singen,

so dass alle Geweihe und Knochen und Hörner,

welche darunter sind, zu ihm hinaufkommen.

 

118.

Tréde nemthigedar sáer:

dlúthud cen fomus, cen fescred, lúd lúadrinna, béimm fo chommus.

Drei Dinge kennzeichnen einen Tischler:

Zusammenfügen ohne zu kalkulieren, ohne zu verziehen.

Schnelligkeit mit dem Zirkel.

Ein gutes Maß beim Anzeichnen/Linien ziehen/Schlagen (stroke).

 

121.

Tréde neimthigedar cerdai:

fige ronn, caer comraic, plett for faebur.

Drei Dinge kennzeichnen einen Erfinder:

das Weben von Ketten,

ein Mosaikball,

die Schneide an einer Klinge.

 

164.

Trí duilgine conrannat gníaid:

duilgine coiri, duilgine muilinn, duilgine tige.

Drei Löhne, die Arbeiter erhalten:

            die Löhne eines Kessels,

            die Löhne einer Mühle,

            die Löhne eines Hauses.

 

76.

Trí duirn ata dech for bith:

dorn degsháir, dorn degmná, dorn deggobann.

Die drei besten Hände der Welt:

die Hand eines guten Tischlers,

die Hand einer erfahrenen/geschickten Frau,

die Hand eines guten Schmiedes.

 

234.

Cetharda forná bí cosc nó ríagail

.i. gilla sacairt 7 cú muilleórach 7 mac bantrebthaige 7 gamain gamnaige.

Vier, auf denen weder Zwang noch Herrschaft ruht:

            der Diener eines Priesters,

            und der Hund eines Müllers,

            und der Sohn einer Witwe,

            und das Kalb eines Schinders (stripper’s calf).?






X. Menschen, Gefühle, Tätigkeiten und Charaktere

 

79.

Trí túarascbála étraid:

osnad, cluiche, céilide.

Drei Zeichen von Begierde:

            Seufzen,

            Verspieltheit/Liebesspiel,

            Besuche.

 

80.

Tréde ara carthar escara:

máin, cruth, innraccus.

Ein Feind wird für drei Dinge geliebt:

Reichtum/Besitz/Vermögen,

Schönheit,

Ehre/Adel/Vertrautheit/Ruhm/Sprache.

 

81.

Tréde ara miscnigther cara:

fogal, dognas, dímainche.

Ein Freund wird für drei Dinge gehasst:

Hausfriedensbruch/Einbruch/Missbrauch,

Arroganz/Verachtung/Fernbleiben/Abgehobenheit,

Nutzlosigkeit.

 

86.

Trí óible adannat seirc:

gnúis, alaig, erlabra.

Drei Funken entzünden die Liebe:

das Antlitz,

das Benehmen,

die Sprache.

 

103.

Trí comartha meraigi:

slicht a chíre ina fholt, slicht a fhíacal ina chuit, slicht a luirge ina diaid.

Drei Zeichen eines Eingebildeten (Dandys/Snobs):

            die Spur des Kammes in seinem Haar,

            die Spur seiner Zähne in seinem Essen,

            die Spur seines Stockes/Totschlägers/Knüppels hinter ihm.

 

116.

Tréde neimthigedar crossán:

rige óile, rige théighe, rige bronn.

Drei Dinge kennzeichnen einen Narren:

            aufgeblasene Wangen (blowing out his cheek),

            ein übertrieben großer Ranzen (blowing out his satchel),

            ein aufgedunsener Bauch (blowing out his belly).

 

143.

Trí maic beres féile do ainmnit:

grúss, rúss, rucca.

Dreier Söhne Großzügigkeit bringt Geduld/Beharrlichkeit hervor:

            „grúss“ (Stirnrunzeln?),

            Schamesröte,

            Schande.

 

182.

Trí búada étaig:

maisse, clithcha, suthaine.

Drei Vortrefflichkeiten von Kleidung:

Eleganz,

Bequemlichkeit,

Haltbarkeit.

 

187.

Trí túarascbaid cach ngenmnaide:

fosta, féile, sobraide.

Drei Dinge kennzeichnen jede einfache Person:

Zuverlässigkeit/Standhaftigkeit,

Bescheidenheit/Anstand,

Ernsthaftigkeit/Nüchternheit.

 

188.

Trí ara n-aichnider cach fergach:

ír, crith, imbánad.

Drei Dinge kennzeichnen jede zornige Person:

ein Gefühlsausbruch,

Zittern,

Bleichwerden.

 

189.

Trí thúarascbait cach n-ainmnetach:

sámtha, túa, imdercad.

Drei Dinge kennzeichnen jede geduldige Person:

Ruhe,

Schweigen,

Schamesröte.

 

190.

Trí thúarascbait cach n-úallach:

mórthu, maisse, máine.

Drei Dinge kennzeichnen jede hochmütige Person:

Pomp,

Eleganz,

Zurschaustellung von Reichtum.

 

191.

Trí forindet cach n-umal:

bochtatu, dínnime, humallóit.

Drei Dinge kennzeichnen jede bescheidene Person:

Armut,

Einfachheit,

Unterwürfigkeit.

 

206.

Trí seithir óited:

tol, áilde, féile.

Drei junge Schwestern:

Begehren,

Schönheit,

Großzügigkeit.

 

207.

Trí seithir sentad:

cnet, genas, éitche.

Drei alte Schwestern:

            Stöhnen,

            Keuschheit,

            Hässlichkeit.

 

226.

Trí fognama ata messam dogní duine:

fognam do drochmnái 7 do drochthigerna 7 do drochgobainn.

Drei Dienste sind am schlimmsten für einen Menschen:

            Dienst an einer schlechten Frau,

            und an einem schlechten Herrn,

            und an einem schlechten Eisenschmied/Land.

 

230.

Cenéle amus:

salanaig buale 7 buicc brodnai 7 cóin erchoille 7 seiche corad.

Verschiedene Arten von Gewinnsüchten/Söldnern:

            ????

 

231.

Cenéle dáileman:

mórmenmnach meda, bolcsrónach brocóiti, itfa eserni, cúacroessach,

donndabach, bolcra paitte, abartach escrai, geir grainne, cranndretel cuirn.

Verschiedene Arten von Spendern:

            ???????

 

232.

Trí as anso bís do accallaim

.i. rí imma gabáil 7 Gall ina lúirig 7 athech do muin commairchi.

Mit Dreien kann man am schlechtesten sprechen:

            mit einem König über seine Beute,

            mit einem Wikinger über sein Kettenhemd,

            mit einem Flegel, der unter dem Schutz eines Gönners steht.

 

247.

Trí muime menman:

sotla, suirge, mesce.

Drei Ammen des Übermutes:

Stolz,

Werbung,

Trunkenheit.

 

254.

Trí indchoisc ordain do duine:

.i. sodelb, sáire, sulbaire.

Drei Zeichen einer würdevollen Person:

eine gute Haltung/Persönlichkeit,

ungezwungenes Auftreten,

Beredsamkeit.






XI. Unfreie, Gesetzlose und Reisende

 

71.

Trí dotcaid maic athaig:

clemnas fri hócthigern, gabáil for tascor ríg, commaid fri meirlechu.

Drei unglückliche Dinge für den Sohn eines Schuldners:

            in die Familie eines freien Bauern heiraten,

            sich dem Gefolge eines Königs anschließen,

            sich mit Dieben einlassen.

 

74.

Trí hóenaig eserte:

célide hi tig gobann, célide hi tig sháir, dul do chennuch cen áirche.

Drei Feiertage eines Landstreichers:

            Besuch im Haus eines Eisenschmieds,

            Besuch im Haus eines Tischlers,

            Kaufen ohne Schulden.

 

198.

Trí foglúaiset fóenledchu:

ingreim, dolud, dommatu.

Drei bringen Heimatlose auf Irrwege:

            Verfolgung,

            Verlust,

            Armut.

 

239.

Cisne trí ana soitcedach? Ní handsa són.

Immarchor erlam, cuirm cen árus, cummairce for sét.

Was sind die drei Reichtümer von glücklichen Leuten?

Das ist nicht schwer:

ein startbereites Beförderungsmittel,?

Bier ohne Aufenthaltsort (auf der Reise),?

Schutz auf der Straße.






XII. Untugenden, Frechheiten, asoziales Verhalten

 

184.

Trí tharsuinn archuillet othras:

echmuir, mil, saillti.

Drei Frechheiten stören das Krankenlager:

            „echmuir“,

            Honig,

            salziges Essen.

 

212.

Trí seithir dochlatad:

laxa, díbe, prapchaillte.

Drei Schwestern des schlechten Rufs:

            Trägheit,

            Neid,

            Geiz.

 

250.

Trí urgarta bíd:

a chaithem cen altugud, a chaithem d'éis óiged, a chaithem réna thráth cóir.

Drei Speiseverbote:

Essen ohne sich zu bedanken,

Essen nach einem Gast,

Essen vor der richtigen Zeit.

 

101.

Trí sailge boccachta:

imgellad, immarbág, imreson.

Drei Stützen der Hartnäckigkeit/Sturheit/des Starrsinns/Eigensinns:

sich verpflichten,

sich behaupten,

streiten.

 

102.

Trí airisena boccachta:

sírchéilide, sírdécsain, síriarfaige.

Drei Zeichen der Hartnäckigkeit/Sturheit/des Starrsinns/Eigensinns:

lange Besuche,

Anstarren,

andauerndes Fragen.

 

144.

Trí maic beres neóit do deinmnait:

crith, dochell, grith.

Dreier Söhne Grobheit bringt Ungeduld hervor:

Zittern,

Geiz,

Geschrei.

 

213.

Trí seithir ferge:

écnach, augra, doithnges.

Drei zornige Schwestern:

            Lästern,

            Streit,

            Unflätigkeit.

 

229.

Trí comartha tirdachta

.i. immargal 7 immarbág 7 meraichne.

Drei Zeichen von Grobheit:

Unfrieden

und Streit

und eine Person mit einer anderen zu verwechseln./

/und Halbwissen.

 

82.

Trí buirb in betha:

óc contibi sen, slán contibi galarach, gáeth contibi báeth.

Die drei gemeinsten/unverschämtesten/unhöflichsten Dinge der Welt:

Ein junger Mensch, der einen alten verspottet,

ein gesunder Mensch, der einen behinderten verspottet,

ein weiser Mensch, der einen dummen verspottet.

 

90.

Trí comartha clúanaigi:

búaidriud scél, cluiche tenn, abucht co n-imdergad.

Drei unhöfliche Dinge:

das Unterbrechen von Erzählungen,

ein boshaftes Spiel,

ein peinlicher Witz.

 

104.

Trí máidme clúanaigi:

ató ar do scáth, rosaltrus fort, rotfliuchus com étach.

Drei unhöfliche Prahlereien:

            Ich bin dir auf den Fersen.

            Ich habe dich zertreten.

            Ich habe dich mit meinem Kleid nassgemacht/benetzt? (have wet your with my dress)

 

209.

Trí seithir dognáise:

luinne, cétludche, tairismige.

Drei unhöfliche Schwestern:

Wildheit,

Begierde,

Sturheit.

 

214.

Trí seithir deirmiten:

tromdatu, espatu, utmaille.

Drei respektlose Schwestern:

            Belästigung,

            Schamlosigkeit,

            Flatterhaftigkeit.

 

221.

Trí as anergnaid do neoch:

slaide a eich ríana thigerna co salaig a étach,

dul ina chocar cen gairm, a sírdéicsiu ina agaid oc caithem neich.

Drei Dinge sind für alle würdelos:

das eigene Pferd so vor das Pferd des eigenen Fürsten zu lenken,

dass dessen Gewand beschmutzt wird,

zu ihm ohne Aufforderung zu sprechen,

in sein Gesicht zu starren, während er isst.

 

95.

Trí cuitbidi in domain:

fer lonn, fer étaid, fer díbech.

Drei Gegenstände des Gelächters:

            ein verärgerter Mann,

            ein eifersüchtiger Mann,

            ein Geizhals.

 

115.

Trí hairig na dúalche:

sant, cráes, étrad.

Die drei Hauptsünden:

Geiz,

Unersättlichkeit,

Gier/Geilheit/Wollust.

 

153.

Trí ái nad eplet faill:

ái dochuind, 7 dochraite, 7 anfis.

Drei Ursachen sterben durch Vergessen nicht aus:

            die Ursache eines Dummen,

            und von Unterdrückung,

            und von Ignoranz.






XIII. Tod, Gewalt und Kriminalität

 

69.

Trí fáilti ata messu brón:

fáilti fir íar ndiupairt, fáilti fir íar luga eithig, fáilti fir íar fingail.

Drei Freuden sind schlimmer als Kummer:

die Freude eines Mannes, der einen anderen betrogen hat,

die Freude eines Mannes, der einen Meineid geleistet hat,

die Freude eines Mannes, der einen Verwandten ermordet hat

(um sein Land zu erhalten).

 

92.

Trí báis ata ferr bethaid:

bás iach, bás muicce méithe, bás foglada.

Drei Tode sind besser als Leben:

der Tod eines Lachses,

der Tod eines fetten Schweins,

der Tod eines Kriminellen/eines Räubers.

 

130.

Teora muimmecha táide:

caill, coim, adaig.

Drei Ammen eines Diebstahls:

ein Wald,

ein Umhang/Mantel,

die Nacht.

 

154.

Trí fuile ná dlegat frecor:

fuil catha, 7 eóit, 7 etargaire.

Drei Blutvergießen, die man nicht anzufechten braucht:

das Blutvergießen in einer Schlacht,

und aus Neid,

und um zu vermitteln/Frieden zu schlichten/einzuschreiten.

 

155.

Trí fuchachta nad increnat slabrai:

a gabáil ar écin, a sleith tri mescai, a turtugud do ríg.

Drei Arten von Geschlechtsverkehr, die keine Mitgift erhalten:

            wenn man sie mit Gewalt nimmt,

            wenn sie ohne ihr Wissen in Trunkenheit vergewaltigt wird,

            wenn sie von einem König vergewaltigt wurde.

 

168.

Trí ruip conberat duinechinaid:

cú áraig, reithe lonn, ech daintech.

Drei Tiere, deren Übertretungen wie menschliche Verbrechen sind:

            ein Kettenhund,

            ein wilder Widder,

            ein bissiges Pferd.

 

169.

Trí ruip ara tíagat cinta:

cú foilm[n]ech, sleg caille, slissén chomneibi.

Drei brutale Dinge büßen für Verbrechen:

            ein angeleinter Hund,

            ein Dorn im Wald,

            eine Dachlatte „chommeibi“.?






XIV. Recht und Rechtlosigkeit, Gesetze, Verpflichtungen

 

199.

Trí slabrada hi cumregar clóine:

cotach, ríagail, rechtge.

Drei Ketten binden böse Neigungen:

ein Vertrag,

eine Klosterregel,

das Gesetz.

 

200.

Trí all frisa timargar béscna:

mainister, flaith, fine.

Drei Felsen, an denen rechtmäßiges Verhalten gebunden ist:

ein Kloster,

ein Adliger,

die Familie.

 

222.

Trí bassa téchtai:

bass etir a assa 7 a ochrai, bass etir a ó 7 a berrad, bass etir chorthair a léined 7 a glún.

Drei rechtmäßige/gesetzliche Handbreiten:

            eine Handbreit zwischen Schuhen und Hose,

            eine Handbreit zwischen Ohr und Haar,

            eine Handbreit zwischen dem Saum einer Tunika und dem Knie.

 

256.

Trí féich nach dlegar faill:

féich thíre, duilgine achaid, argius aiste.

Drei Verpflichtungen darf man nicht missachten:

            die Verpflichtung des Landes,

            der Bezahlung für ein Feld,

            der Ausbildung zur Dichtkunst.

 

156.

Trí ná dlegat turbaidi:

athchor maic, aicdi cherdai, gíallaigecht.

Drei sind nicht (von Steuern/Lasten) befreit/haben kein Recht auf eine Befreiung/eine finanzielle Freistellung:

            wenn man einen Sohn zurückbringt/befreit,

            die Werkzeuge eines Erfinders,

            Geiselnahme.

 

157.

Trí aithne ná dlegat taisec:

aithne n-écuind, 7 ardneimid 7 aithne fuirmeda.

Drei Sicherheiten/Anzahlungen/Arten von Pfand (deposits) muss man nicht zurückgeben:

            die Sicherheiten eines Schwachsinnigen,

            und eines hohen Würdenträgers,

            und Festgeld/fixe Sicherheiten.

 

185.

Trí mná ná dlegat díri:

ben lasma cuma cipé las fái, ben gatach, ben aupthach.

Drei Frauen haben kein Recht auf eine Geldbuße:

            eine Frau, der es egal ist, mit wem sie Sex hat,

            eine Frau, die stiehlt,

            eine Frau, die zaubert.

 

183.

Trí ná dlegat othras:

fer aslúi flaith 7 fini 7 fili.

Drei haben kein Recht auf Krankenversorgung (sick-maintenance):

            ein Mann, der vor seinem adligen Herrn flüchtet,

            und vor seiner Familie,

            und vor einem Seher.

 

235.b)

Secht n-aurgarta dóib:

dul ar deoraid, ar drúth 7 ar dásachtach, ar díaraig, ar angar, ar éconn, ar essconn.

Imnedach dano cach ráth, ar is écen dí díanapud im cach ngell dobeir,

aill riam, aill íarum.

Sieben Verbote:

            Sicherheit für einen Gesetzlosen,

            für einen Narren und einen Wahnsinnigen,

            für eine Person ohne Verpflichtungen,

            für eine respektlose Person,

            für eine dumme Person,

            für eine exkommunizierte Person.

            Lästig ist überdies jede Sicherheit,

            die man plötzlich beachten muss,

so wie man jedes Versprechen beachten muss, welches man gibt –

jetzt im Voraus, jetzt im Nachhinein.

 






XV. Verträge, Eide, Bürgschaften

 

150.

Trí cuir tintaiter do réir britheman:

cor mná 7 micc 7 bothaich.

Drei Verträge werden durch das Urteil eines Richters rückgängig gemacht:

            der Vertrag einer Frau,

            und eines Sohnes,

            und eines halbfreien Pächters.

 

151.

Trí nata[t] túalaing sainchuir:

mac beo-athar, ben aurnadma, dóer flatha.

Drei sind nicht ermächtigt, in ihrem eigenen Namen Verträge abzuschließen:

            ein Sohn, dessen Vater lebt,

            eine verlobte Frau,

            der Leibeigene eines Adligen.

 

159.

Trí[ar] ná ditoing ná fortongar:

ben, angar, amlabar.

Drei können keinen Eid leisten, noch können sie vereidigt werden:

            eine (Ehe)Frau,

            ein Sohn der nicht für seinen Vater spricht,

            ein Stummer.

 

165.

Trí nóill doná dlegar frithnóill:

nóill mná fri húaitni, nóill fir mairb, nóill díthir.

Drei Eide, die keine Erfüllung verlangen:

            der Eid einer Frau in Geburtswehen,

            der Eid eines toten Mannes,

            der Eid eines Landlosen.

 

218.

Trí gníma rátha:

fosta, féile, lobra.

Fosta i n-árus, féile, arná ebra góe, lobra hícce

.i. lécud a lomartha i n-indligud dar a fhechimain.

Drei Pflichten der Bürgschaft:

Standhaftigkeit,

Rechtschaffenheit,

Duldsamkeit?.

Standhaftigkeit in der eigenen Wohnung,

Rechtschaffenheit damit man nicht völlig der Falschheit erliegt,

Duldsamkeit bei der Zahlung,

das heißt, man soll lieber sich als den Schuldner für eine illegale Tat hergeben.?

(viz. letting oneself be stripped for an illegal action instead of the debtor.)

 

219.

Trí brotcháin rátha:

éi[i]c nó thogním fecheman no díthechte.

Drei Eintöpfe der Bürgschaft:

            Wergeld

            oder eines Schuldners „thogním“?

            oder Besitzlosigkeit.?

 

220.

Trí húais rátha 7 aitiri 7 nadma

.i. dul fri dénam dúine ríg 7 daurthaige 7 choiri.

Ar is úais do fir fine do thabairt fria céili.

Bei drei Dingen kann man sich nur schwer verbürgen

und eine Geisel werden

und einen Vertrag aufsetzen:

            Sicherheit erhalten beim Erbauen einer Königsburg

            und einer Kapelle

            und eines Kessels.

            Denn es ist schwer für einen Familien-Mann einen Gefährten zu finden.

 

135.

Trí fuidb dotcadaig:

ráthaiges, etargaire, fiadnaise.

Dotoing dia fiadnaisi, íccaid dia ráthaiges, doberar béimm n-etargaire ina chinn.

Drei unglückliche Symbole:

            Bürgen,

            Vermitteln,

            Bezeugen.

Der Zeuge muss die Beweise beschwören.

Der Bürge muss für seine Sicherheit zahlen.

Der Vermittler bekommt einen Schlag auf den Kopf.

 

249.

Trí dorcha in betha:

aithne, ráthaiges, altrom.

Drei dunkle Dinge in der Welt:

            etwas in Verwahrung geben,

            eine Bürgschaft,

            eine Pflegschaft.






XVI. Gerichtsprozess und Urteilsfindung

 

161.

Trí nát fuigletar cia beith ar a ngáes:

fer adgair 7 adgairther 7 focrenar fri breith.

Drei, die nicht urteilen obwohl sie Weisheit besitzen:

            ein Mann, der Anklage erhebt,

            und einer, der angeklagt wird,

            und einer, der bestochen wird, ein Urteil zu fällen.

 

173.

Trí doruis gúa:

tacra fergach, fotha n-utmall n-eolais, aisnéis cen chuimni.

Drei Tore der Unwahrheit:

ein zorniges Plädoyer,

eine veränderliche Grundlage des Wissens,

Weitergabe von Information ohne Erinnerung.

 

174.

Trí doruis a n-aichnither fír:

frecra n-ainmnetach, ái fossad, sóud fri fíadnu.

Drei Tore, durch welche man die Wahrheit erkennt:

eine geduldige Antwort,

ein standhaftes Plädoyer,

Gewinnen von Zeugen.

 

175.

Trí búada airechta:

brithem cen fúasnad, etirchert cen écnach, coma cen diupairt.

Drei Arten von Ehre in einer Zusammenkunft:

ein Richter ohne Unruhe,

eine Entscheidung ohne Schmähung,

Erledigte Fristen/Amtszeiten ohne Betrug.

 

176.

Trí tonna cen gáissi:

tacra calad, breth cen eolas, airecht labar.

Drei Wellen ohne Weisheit:

ein heftiges Plädoyer,

ein Urteil ohne Wissen,

eine geschwätzige Zusammenkunft.

 

178.

Trí cumtaig gáisse:

immed n-eolais, lín fássach, dagaigni do airbirt.

Drei Zierden der Weisheit:

Überfluss von Wissen,

eine Anzahl an Präzedenzfällen,

einen guten Anwalt anstellen.

 

244.

Ceithre báis breithe:

a breith i ngó, a breith cen dílse, a breith cen ailig, a breith cen fhorus.

Vier Tode eines Urteils:

ein Urteil, das in Falschheit ausgesprochen wird,

ein Urteil ohne Verfallsdatum,

ein Urteil ohne Präzedenzfall,

ein Urteil ohne Information/Wissen.






XVII. Denken, Reden und Schweigen

 

136.

Trí sethracha góa:

béss, dóig, toimtiu.

Drei falsche Schwestern:

“vielleicht”,

“könnte sein”,

„würde sagen“.

 

137.

Trí bráthair uamain:

sta! sit! coiste!

Drei schüchterne Brüder :

            Ruhe !

            Stop !

            Hör zu !

 

111.

Trí túa ata ferr labra:

túa fri forcital, túa fri hairfitiud, túa fri procept.

In drei Fällen ist Schweigen besser als Sprechen:

Schweigen während einer Belehrung,

Schweigen während der Musik,

Schweigen während einer Predigt.

 

112.

Trí labra ata ferr túa:

ochán ríg do chath, sreth immais, molad iar lúag.

In drei Fällen ist Sprechen besser als Schweigen:

Aufhetzen eines Königs zur Schlacht,

Verbreiten von Wissen,

Ruhm aufgrund des Preises/Siegerpreises/Lohns.

 

177.

Trí búada insci:

fosta, gáis, gairde.

Drei Zeichen von Ehre bei einer Rede:

Festigkeit,

Weisheit,

Kürze.

 

179.

Trí miscena indsci:

rigne, dlúithe, dulbaire.

Drei hässliche Dinge in einer Rede:

Steifheit,

Unklarheit,

eine schlechte Vortragsweise.

 

203.

Trí glais foríadat rúine:

náire, túa, dochta.

Drei Schlösser schließen Geheimnisse ein:

Scham,

Stille,

Verschwiegenheit.

 

204.

Trí heochracha aroslicet imráitiu:

mescca, tairisiu, serc.

Drei Schlüssel öffnen Gedanken:

Trunkenheit,

Vertrauen,

Liebe.






XVIII. Tugenden und Höflichkeiten

 

172.

Trí dlegat aurfocrai:

aél coire, fidba cen sheim, ord cen dimosc.

Drei Dinge sollte man kundtun:

            eine Fleischgabel von einem Kessel,

            eine Hippe ohne Vernietung,

            ein Vorschlaghammer ohne „dimosc“?.

 

77.

Tréde conaittig fírinne:

mess, tomus, cubus.

Gerechtigkeit (justice) fordert drei Dinge:

Urteil(svermögen),

Verhältnismäßigkeit,

Gewissen.

 

78.

Tréde conaittig brethemnas:

gáis, féige, fiss.

Ein Urteil fordert drei Dinge:

Weisheit,

Scharfsinn,

Wissen.

 

211.

Trí seithir sochlatad:

léire, trebaire, rathmaire.

Drei Schwestern des guten Rufs:

Sorgfalt,

Klugheit,

Großzügigkeit.

 

208.

Trí seithir sognáise:

feidle, soithnges, cuinnmíne.

Drei höfliche Schwestern:

Standhaftigkeit,

Beredsamkeit,

Freundlichkeit.

 

215.

Trí seithir airmiten:

torbatu, airétrumma, fosta.

Drei respektvolle Schwestern:

Nützlichkeit,

Leichtigkeit,

Entschlossenheit/Beständigkeit.

 

246.

Trí muime ordain:

delb cháin, cuimne maith, creisine.

Drei Ammen der Würde:

eine gute Figur/Persönlichkeit,

ein gutes Gedächtnis,

Frömmigkeit.






XIX. Weisheit und Dummheit

 

192.

Trí airdi gáisse:

ainmne, faiscsiu, fáthaige.

Drei Zeichen der Weisheit:

Geduld,

Sorgfalt,

die Gabe der Prophezeiung.

 

193.

Trí airdi drúisse:

bág, imresain, condailbe.

Drei Zeichen der Dummheit:

Wettkämpfe,

Streitsucht,

Anhänglichkeit (jedem gegenüber).

 

194.

Tréde immifoilnge gáis do báeth:

ecna, fosta, sochoisce.

Drei Dinge machen einen Dummen weise:

Bildung,

Standhaftigkeit,

Gelehrsamkeit.

 

195.

Tréde immifoilnge báis do gáeth:

fúasnad, ferg, mesca.

Drei Dinge machen einen Weisen dumm:

Streit,

Zorn,

Trunkenheit.

 

251.

Cetheora aipgitre gáise:

ainmne, somnathe, sobraid[e], sothnges;

ar is gáeth cach ainmnetach 7 sái cach somnath,

fairsing cach sobraid, sochoisc cach sothengtha.

Vier Elemente der Weisheit:

Geduld,

Gelehrigkeit,

Ernsthaftigkeit,

Beredsamkeit;

denn jede geduldige Person ist weise

und jede gelehrige Person ist weise,

jede ernste Person ist großzügig,

jede beredte Person ist angenehm.

 

252.

Cetheora aipgitre báise:

báithe, condailbe, imresan, doingthe.

Vier Elemente der Dummheit:

Albernheit,

Vorurteil,

Streit,

Unflätigkeit.

 

240.

Trí maic beres genas do gáis:

gal, gart, gaire.

Drei Söhne deren Keuschheit Weisheit trägt:

Mut,

Großzügigkeit,

Lachen / Respekt gegenüber den Eltern.

 

142.

Trí maic beres drús do lonnus:

tuilfhéth, fidchell, dulsaine.

Dreier Söhne Dummheit bringt Ärger hervor:

            Finsterer Blick/Stirnrunzeln,

            Fidchell (ein schachähnliches Brettspiel),

            Spott.

 

245.

Trí adcoillet gáis:

anfis, doas, díchuimne.

Drei Dinge zerstören die Weisheit:

Ignoranz,

Halbwissen,

Achtlosigkeit.






XX. Glück und Unglück, Reichtum und Armut

 

64.

Trí dotcaid duine:

deog therc d'uisci, ítu i cormthig, suide cumang for achad.

Drei unglückliche Dinge für einen Menschen:

ein armseliger Schluck Wasser,

Durst in einer Bierstube,

ein enger Sitz auf einem Feld.

 

67.

Trí fáilti co n-íarduibi:

fer tochmairc, fer gaite, fer aisnéise.

Drei Freuden, denen der Kummer folgt:

            eines Verführten,

            eines Diebes,

            eines Schwätzers.

 

70.

Trí fiada co n-anfhiad:

gréss i nóentig fri muintir, uisce rothé dar cosa, bíad goirt cen dig.

Die drei schlimmsten Zufälle (welcomes):

            Handwerkskunst und Bewohner/innen im selben Haus,

            kochendes Wasser auf den Füßen,

            salzige Speisen ohne Getränk.

 

91.

Trí gena ata messu brón:

gen snechta oc legad, gen do mná frit íar mbith fhir aili lé, gen chon fhoilmnich.

Drei Arten des Lächelns, die schlimmer sind als Kummer:

            das Lächeln des Schnees, während er schmilzt,

            das Lächeln deiner Ehefrau/einer bösen Frau,

nachdem sie mit einem anderen Mann zusammen war,

            das Lächeln eines Hundes, der sich daran macht, dich anzuspringen/

dich in Stücke zu reißen/dich aufzufressen.

 

93.

Trí húathaid ata ferr sochaidi:

úathad dagbríathar, úathad bó hi feór, úathad carat im chuirm.

Drei Kleinigkeiten, die besser sind als Reichtum/Überfluss:

ein paar gute Worte,

ein paar Kühe auf der Weide,

ein paar Freunde, mit denen man gutes Bier trinkt.

 

109.

Trí hingena berta miscais do míthocod:

labra, lesca, anidna.

Drei Jungfrauen bringen Hass über das Unglück:

Sprechen,

Faulheit,

Unaufrichtigkeit.

 

110.

Trí hingena berta seirc do cháintocud:

túa, éscuss, idnae.

Drei Jungfrauen bringen Liebe über das Glück:

            Schweigen,

            Fleiß,

            Aufrichtigkeit.

 

124.

Dá mígairm míthocaid:

commáidem do chétguine, do ben la fer n-aile.

Zwei bedrohliche Schreie des Unglücks:

Prahlen mit deiner ersten Schlacht,

und mit deiner Frau, die mit einem anderen Mann zusammen war.

 

125.

Teora airi[se]na iarnduba:

comar, cocless, clemnas.

Drei Dinge künden von Ärger:

            gemeinsames Ackerland,

            gemeinsame Heldentaten,

            angeheiratete Verwandte.

 

131.

Teora ranna sluinte fri cáintocad:

trumma, toicthiu, talchaire.

Drei Eigenschaften weisen auf Glück hin:

            Selbstherrlichkeit/Ansehen,

„toicthiu“, (Wohlstand?)

Eigenwille/eigener Wille.

 

132.

Teora ranna sluinte dotcaid:

tlás, áes, airbire.

Drei Eigenschaften weisen auf Pech hin:

            Überdruss,

vorzeitiges Altern,

großeSchande/Vorwürfe.

 

133.

Dí derbshiair: tlás 7 trúaige.

Zwei Schwestern:

            Überdruss und Elend.

 

134.

Dá derbráthair: tocad 7 brugaide.

Zwei Brüder:

            Wohlstand und Landwirtschaft.

 

141.

Trí hiarnduba:

fer tochmairc, fer gaite meirle, fer hic aisnéis.

Drei Folgen des Kummers:

            ein Verführer,

            ein Dieb,

            ein Schwätzer.

 

146.

Trí fúammann móaigthe:

fúam bó mblecht, fúam cerdchae, fúam arathair.

Drei Geräusche für Zuwachs:

das Geräusch einer Milchkuh,

das Geräusch einer Schmiede,

das Geräusch eines Pfluges.

 

147.

Trí hana antreinn:

tipra i sléib, tene a liic, ana la fer calad.

Drei Reichtümer in der Einöde:

eine Quelle im Berg,

Feuer auf einem Stein,

Reichtum im Besitz eines harten Mannes.

 

210.

Trí seithir sotcaid:

sognas, sochell, súarcus.

Drei Schwestern des Glücks:

gute Erziehung,

Offenheit/Liberalität,

Heiterkeit.

 

238.

Trí luchra ata mesa:

luchra tuinde, luchra mná bóithe, luchra con foléimnige.

Drei schlimmste Arten des Lächelns:

            das Lächeln einer Welle,

            das Lächeln einer unzüchtigen Frau,

            das Lächeln eines sprungbereiten Hundes.






XXI. allgemeine Sinnsprüche, tiefe Weisheiten, Kosmosophie

 

83.

Trí buidir in betha:

robud do throich, airchisecht fri faigdech, cosc mná báithe do drúis.

Drei Taube in der Welt:

            ein Verdammter, der gewarnt wird,

            ein Bettler, der verspottet wird,

            eine freie Frau, die man vor Sinneslust bewahren will.

 

84.

Trí cáin docelat éitchi:

sobés la anricht, áne la dóer, ecna la dodelb.

Drei schöne Dinge verbergen das Hässliche:

Höflichkeit bei einem unansehnlichen Menschen,

Bildung/Erfahrung/Geschicklichkeit bei einem Leibeigenen,

Weisheit bei einem missgestalteten Menschen.

 

85.

Trí héitich docelat cáin:

bó binnech cen as, ech án amlúath, sodelb cen tothucht.

Drei hässliche Dinge verbergen das Schöne:

            eine süße kleine Kuh ohne Milch,

ein schönes Pferd, das nicht schnell ist,

eine schöne Person ohne Charakter.

 

89.

Trí ségainni Hérenn:

fáthrann, adbann a cruit, berrad aigthe.

Drei Errungenschaften/Leistungen von Irland:

            eine geistreiche Strophe,

            die Melodie einer Harfe,

            das Rasieren eines Gesichtes.

 

105.

Trí bí focherdat marbdili:

oss foceird a congna, fid foceird a duille, cethra focerdat a mbrénfhinda.

Drei Lebewesen, die tote Dinge beseitigen:

ein Hirsch, der sein Geweih abwirft,

ein Wald, der sein Laub abwirft,

Vieh, das sein Fell/sein stinkiges Haar abwirft.

 

113.

Trí ailgesa étúalaing

.i. éirg cen co dechais, tuc cenitbé, déna ceni derna.

Drei unmögliche Befehle:

Geh! Wenn man nicht gehen kann.

Bringe! Was man nicht besitzt.

Tu! Was man nicht kann.

 

127.

Trí coiri bíte in cach dúini:

coire érma, coire goriath, coire áiged.

Drei Kessel gibt es in jeder Festung:

den Kessel des Laufens/der Bahn/des Verlaufs/der Richtung/des Ablaufs/....,

den Kessel 'goriath’,

den Kessel der Gäste.

 

138.

Trí mairb fortgellat for bíu:

med, airmed, forrach.

Drei tote Dinge machen über lebende Dinge eine Aussage:

eine Waage,

ein Scheffel,

eine Messlatte.

 

145.

Trí húar fíchte:

tipra, muir, núae corma.

Drei kalte Dinge brodeln:

eine Quelle,

das Meer,

frisches Bier.

 

148.

Trí aithgine in domuin:

brú mná, uth bó, ness gobann.

Drei Erneuerinnen in der Welt:

der Uterus einer Frau,

das Euter einer Kuh,

die Gussform eines Schmiedes.

 

158.

Trí mairb direnaiter beoaib:

aball, coll, fidnemed.

Drei tote Dinge werden mit lebenden Dingen bezahlt:

ein Apfelbaum,

ein Haselstrauch,

ein heiliger Hain.

 

162.

Trí fors ná tuit aititiu 'na ré:

bás, anfis, anfaitches.

Drei, über die man nicht rechtzeitig Kenntnis erlangt:

            Tod,

            Unwissen,

            Unachtsamkeit.

 

163.

Trí foimrimme ná dlegad díre:

homan, robud, toxal.

Drei Eigentumsrechte auf Verjährung (usucaption),

die keinen Anspruch auf eine Geldbuße haben:

            die Angst,

            eine Warnung,

            Diebstahl.

 

201.

Trí caindle forosnat cach ndorcha:

fír, aicned, ecna.

Drei Kerzen erleuchten jede Dunkelheit:

Wahrheit,

Natur,

Wissen.

 

224.

Trí galair ata ferr sláinti:

seola mná for mac, gríss bronngalair glanas broinn, gríss timgaire olc dia maith.

Drei Krankheiten sind besser als Gesundheit:

            die Niederkunft einer Frau mit einem Sohn,

            das Fieber einer Bauchkrankheit welche den Darm reinigt,

            eine fiebernde Leidenschaft, um das Böse auf seine guten Seiten zu prüfen.?

 

233.

Trí as mó menma bís

.i. scolóc iar légad a shalm 7 gilla íar lécud a erraid úad 7 ingen íar ndénam mná dí.

Drei, deren Geist am höchsten ist:

            ein junger Schüler, nachdem er seine Psalmen gelesen hat,

            und ein Jugendlicher, der Männerkleidung angelegt hat/

seine Jungenkleidung abgelegt hat,

            und eine Jungfrau, die zu einer Frau gemacht worden ist.

 

255.

Trí gúala doná fess fudomain:

gúala flatha, gúala ecalse, gúala nemid filed.

Drei Truhen, deren Tiefen unbekannt sind:

die Truhe eines Adligen,

die Truhe der Kirche,

die Truhe eines privilegierten Sehers.