Cretima Celtica
 
 
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Die unaussprechlichen Sprachen der Kelten (2003) (F)


Neben archäologischen Kultureinteilungen (Hallstattzeit, La Tène-Zeit) und antiken Schriften, durch die man ungefähr weiß, wo die Kelten wann waren, und wie ihre Kultur ungefähr aussah, sind vor allem die keltischen Sprachen eindeutige Indizien für das Vorhandensein einer keltischen Kultur.

 

Die keltischen Sprachen gehören zur indogermanischen Sprachfamilie und sind damit z. B. mit Slawisch, Germanisch, Lateinisch, Griechisch, Baltisch, Sanskrit, Iranisch, usw. verwandt.

 

Die Entwicklung der keltischen Sprachen sieht ungefähr so aus: Es wird eine ur- bzw. altkeltische Sprache angenommen, aus der alle weiteren keltischen Sprachen entstanden sind. Das Ur- oder Altkeltische ist, wie das Indogermanische, keine belegte Sprache, sondern existiert nur in der Rekonstruktion. Dieses Ur- und Altkeltische hätte demnach von den „Protokelten“, Leuten aus Teilen des bronze- und hallstattzeitlichen Europa, gesprochen werden können (was eine reine Annahme ist und keineswegs gesichert).

 

Daraus hat sich dann im Laufe der Zeit (wann genau, weiß niemand) ein festlandkeltischer Zweig (antike Sprachen der Festlandkelten) und ein inselkeltischer Zweig (Sprachen in Irland und England von der Antike bis heute) entwickelt.

 

 

Die festlandkeltischen Sprachen

 

Das Festlandkeltische teilt sich auf  in: Lepontisch, Gallisch, Keltiberisch und Galatisch. Diese Sprachen sind mehr oder weniger gut durch Inschriften (Grabinschriften, Fluchtafeln, Weihesteine, Schriften auf Gegenständen) und auch durch Bemerkungen in Schriften antiker Autoren belegt. Anhand der Datierung und der Fundorte dieser Belege wird auch die jeweilige Sprache zeitlich und räumlich fixiert, was nicht unbedingt heißt, dass diese Sprachen sonst nirgends gesprochen wurden, bloß dass man woanders noch nichts gefunden hat.

 

Für die Laiin / den Laien klingt Festlandkeltisch ähnlich wie Altgriechisch oder Latein. Tatsächlich sind viele Worte und grammatikalische Regeln im Festlandkeltischen ähnlich denen dieser beiden Sprachen. Wer also einmal Latein oder Altgriechisch gelernt hat, wird sich beim Studium dieser Trümmersprache (das heißt, eine ausgestorbene Sprache, die nur unzureichend bekannt ist, weil die Quellen zu mager sind) leicht tun. Wie im Lateinischen und Altgriechischen flektieren Nomina, Adjektive und Verben auf der letzten Silbe (das heißt, die letzte Silbe ändert sich je nach Fall, Geschlecht, Zeit, Menge -- wie im Deutschen auch).

 

Lepontisch ist die älteste bekannte Sprache der Keltiké. Sie ist durch eine Handvoll Inschriften im oberitalienisch-schweizerischen Seengebiet (Nähe Lugano), von ca. 700 bis 100 v. Chr. (ihre ältesten Befunde fallen also in die Hallstattzeit!), belegt und ist uns in (alpen)etruskischer Schrift überliefert.

 

Gallisch ist die bestbezeugteste Sprache der antiken Kelten, da es die meisten Schriftzeugnisse gibt und außerdem einzelne Begriffe oft bei antiken Schriftstellern auftauchen. Ihr Verbreitungsgebiet umfasst Teile Mitteleuropas und ganz Frankreich (Funde in lateinischer Schrift), Südfrankreich (Funde in griechischer Schrift) und Oberitalien (Funde in etruskischer Schrift). Die Sprache ist seit ca. 400 v. Chr. belegt, und galloromanische Ausläufer finden sich bis ca. 400 n. Chr.

 

Keltiberisch, die Sprache der eingewanderten Kelten in Spanien ist vom 3. bis 1. Jhdt. v. Chr. in Kastilien belegt. Sie wurde in der iberischen, seltener in lateinischer Schrift geschrieben und weist im Gegensatz zum Gallischen einige Eigentümlichkeiten auf.

 

Galatisch schließlich, die Sprache der eingewanderten Kelten in Kleinasien (heutige Türkei) ist inschriftlich überhaupt nicht belegt. Es sind nur ein paar Namen aus antiken Schriften bekannt. Datiert wird sie auf ca. 300 v. Chr. Galatisch dürfte dem Gallischen sehr ähnlich gewesen sein.

 

Durch die Romanisierung und die germanischen Völkerwanderungen sind ca. bis 400 n. Chr. nach und nach die keltischen Sprachen am europäischen Festland untergegangen. Einige Worte findet man heute allenfalls noch in Orts- und Flurnamen (z. B. Lyon - gall. Lugdunum „Stadt des Lugus“, Kamp - gall. campos „der Gewundene“) oder in den modernen Sprachen (z. B. Karren - gall. carros „4 rädriger Wagen“, Vasall - gall. vassos „Gefolgsmann“, Beamter, gall. ambaxtos „Gesandter“). 

 

 

Die inselkeltischen Sprachen

 

Nun zu den inselkeltischen Sprachen. Man ist sich weitgehend einig, dass sich die keltische Kultur in Mitteleuropa entwickelt hat und durch Expansion auch auf die britischen Inseln gelangt ist. Wann, bleibt offen, vielleicht ungefähr ab 400 v. Chr, vielleicht schon früher. Gerade für Irland gibt es keine archäologischen Belege für massive Einwanderungen. Wie auch immer. Tatsache ist, dass auf den britischen Inseln keltisch gesprochen wurde und wird. Die keltischen Sprachen entwickelten auf den Inseln eine Besonderheit: sie teilten sich in zwei Zweige auf: den britannischen oder P-keltischen und den goidelischen oder Q-keltischen. Der Unterschied ist, einfach gesagt, der, dass überall, wo die Britannier ein p/b sagen, die Goidelen ein q/c/k sagen. Z. B.: Im Gallischen (eher P-keltisch) heißt Sohn „Mapos“, im Kymrischen (britannisch) „Mab“ und im Irischen und Schottisch-Gälischen (goidelisch) „Mac“. Da sich das Gallische eher P-keltisch, das Keltiberische eher Q-keltisch darstellt, könnte man spekulieren, dass das Britannische vielleicht eher gallische Wurzeln hat, das Goidelische eher keltiberische. Gesichert ist dies aber nicht, denn im Festlandkeltischen gibt es laufend Überschneidungen von Q- und P-keltisch (z.B. Equos „Pferd“ im Coligny-Kalender -- müsste eigentlich Epos heißen (vgl. die Pferdegöttin Epona)).

 

Die inselkeltischen Sprachen haben auch eine weitere Besonderheit herausgebildet, die sie gegenüber den festlandkeltischen so kompliziert macht: die Flexion auf der ersten Silbe. Das nennt man Lenition oder Eklipse. Das heißt, ein Wort beginnt im Nominativ, einer normalen Form etc. mit einem anderen Buchstaben oder anderen Buchstabenfolgen als in anderen Fällen oder grammatikalischen Konstellationen: z. B. heißt „penn“ im Kymrischen „Kopf“. „Mein Kopf“ heißt fy mhen, „dein Kopf“ dy ben, „sein Kopf“ ei ben und „ihr Kopf“ ei phen. Will man also im Wörterbuch nachsehen, was „ben“ heißt, wird man wissen müssen, dass die normale Form mit einem harten p beginnt.

 

Ist diese Regel nun schon recht kompliziert, so sind gerade die gälischen Sprachen für ihre geschriebenen Wortungetümer bekannt. Während man im Kymrischen eine Schriftsprache hat, deren Aussprache recht leicht zu erlernen ist, da das Kymrische neben dem Italienischen m.W. die einzige europäische Sprache sein soll, die einer konsequenten Orthographie in Bezug auf die Aussprache folgt,  schaut die Sache im Schottisch-Gälischen oder im Irischen ganz anders aus. Ein Beispiel soll das verdeutlichen: Die irische Redewendung für „nein, danke“ lautet „Níor mhaith, go raibh míle maith agat.“, wörtlich übersetzt: „Es wäre nicht gut, möge auf Dir 1000fache Güte sein.“ Aussprechen tut man diesen Satz ungefähr so: „niir wa, go re miile ma haget.“ (Für diesen Absatz habe ich von einer Keltologin, die das Irische sehr gut beherrscht, einen Rüffel bekommen mit der Begründung, dass die Schwierigkeit einer Sprache immer subjektiv ist. Dem möchte ich zustimmen, trotzdem kann man m.E. durchaus auch aus objektiver Sicht sagen, dass Irisch und Schottisch-gälisch sicher nicht zu den leichtesten Sprachen gehören.)

 

 

Die britannischen Sprachen:

 

Altbritannisch / Gallo-Britannisch: Diese antike Sprache ist im Prinzip nichts anderes als das Gallische, das mit den eingewanderten Kelten nach Britannien gekommen ist. Es ist durch seltene Inschriften und antike oder frühmittelalterliche Autoren belegt und ist dem Gallischen sehr, sehr ähnlich.

 

Aus dem Altbritannischen haben sich alle weiteren britannischen Sprachen entwickelt. Bis zum 5. Jhdt. konnten sie das auch ungehindert. Von da an drangen Angeln, Jüten und Sachsen nach England vor und verdrängten nach und nach die keltischsprechende Bevölkerung in Randgebiete (Cornwall, Wales) oder überhaupt zurück nach Frankreich (Bretagne).

 

Kumbrisch war die Sprache der nördlichen Engländer und südlichen Schotten. Sie wurde vom 500 bis 1200 gesprochen und war dem Kymrischen sehr ähnlich. Sie ist durch wenige Ortsnamen und lateinische Quellen belegt. Die Barden Neirin und Taliesin sollen in Kumbrisch gedichtet haben.

 

Kymrisch (Cymraeg) ist die Sprache der Cymry (Waliser). Sie teilt sich auf in Früh,- Alt-, Mittel- und Neukymrisch. Frühkymrisch (6. bis 8. Jhdt.) ist durch einige Inschriften und Erwähnungen in lateinischen Texten bekannt. Altkymrisch (8. bis 12. Jhdt.) kennt man aus Glossen (Randbemerkungen in Büchern) und aus lateinischen und angelsächsischen Quellen. Mittelkymrisch (12. bis 15. Jhdt.) ist die Sprache, in der die heute noch beliebten Sagen um Kaiser Arthur, Peredur, Myrddin, vier Zweige des Mabinogi, usw. aufgeschrieben wurden. Neukymrisch wird seit dem 15. Jhdt. bis heute gesprochen.

 

Kornisch (Kernewek) ist die Sprache von Cornwall. Sie teilt sich auf in Altkornisch (5. bis 12. Jhdt), Mittelkornisch (12. bis 16. Jhdt.), Spätkornisch (16. bis 18. Jhdt.) und Neokornisch (Wiederbelebungsversuche seit 1970). Es sind kaum Dichtungen (außer ein paar religiöse Sachen) erhalten.

 

Bretonisch (Brezhoneg) wird in der Bretagne gesprochen. Es gliedert sich in Alt-, Mittel- und Neubretonisch. Altbretonisch (9. bis 12. Jhdt.) ist durch Glossen und Personen- und Ortsnamen in lateinischen Schriften belegt. Mittelbretonisch (12. bis 16. Jhdt.) ist durch zusammenhängende Texte belegt und Neubretonisch wird seit dem 16. Jhdt. gesprochen.

 

Die goidelischen Sprachen:

 

Irisch (Gaeilge na hÉireann) ist die Sprache der Iren. Es wird in Ur- bzw. Ogamirisch, Alt-, Mittel-, Frühneu- / klassisches Neuirisch und (dialektales) Neuirisch eingeteilt. Ur- oder Ogamirisch ist, wie der Name schon sagt, durch Ogam-Inschriften auf Steinen bekannt, und zwar ungefähr von 300 bis 700. Das Ogamirische belegt sehr gut die Sprachverwandtschaft zum Festlandkeltischen. Altirisch (5. bis 9. Jhdt.) ist durch Glossen in lateinischen Schriften aber auch schon durch einige mythische Erzählungen belegt. Mittelirisch wiederum ist die Sprache, in der die meisten Sagen, wie der gesamte Ulster-Zyklus (am bekanntesten daraus Táin Bó Cuailnge), der Mythologische Zyklus (z. B. Cath Maige Tuired) und viele mehr, aufgeschrieben wurden. Die Sprache war vom 9. bis zum 13. Jhdt. in Gebrauch. Das Frühneuirisch bzw. klassische Neuirisch gab es vom 13. bis zum 17. Jhdt., und daraus entstand das heutige (dialektale) Neuirisch, das in verschiedenen Dialekten in einigen Gebieten (Gaeltacht) noch gesprochen wird.

 

Manx (Gaelick Manainnis) entstand ab dem 4. Jhdt. durch irische Siedler/innen, die auf der Isle of Man ihre neue Heimat fanden. Bis zur Zeit des Mittelirischen dürfte es keine größeren sprachlichen Veränderungen gegeben haben, danach entwickelte es sich allmählich zu einer eigenen Sprache. Bis zum 17. Jhdt. ist Manx ausschließlich durch Orts- und Personennamen belegt. Seitdem ist die Sprache in Büchern, v.a. religiöse Schriften, Grammatiken, Wörterbücher, Balladen und Lieder belegt. Nachdem die Sprache 1974 ausgestorben schien, gibt es seit 1992 enthusiastische Wiederbelebungsversuche des Manx.

 

Schottisch-Gälisch (Gàidhlig na h-Alba) entstand ebenfalls durch einwandernde Iren im 5. Jhdt., und zwar durch einen Ulster-Stamm, der von den Römern Scotti genannt wurde (daher auch Schottland!). Die Scotti überlagerten nach und nach die einheimische piktische Kultur. Bis zum 12. Jhdt. unterschied sich das Schottische kaum vom Irischen, das belegen gälische Glossen (älteste schottische Sprachzeugnisse) im Buch von Deer (9. Jhdt.), einem irischen Evangeliar, das in Schottland aufbewahrt wurde. Davor findet man gerade mal ein paar Ogamsteine. Wie Manx entwickelte sich das Irische in Schottland also auch erst während der Epoche des Mittelirischen zur eigenständigen Schottisch-Gälischen Sprache. Vermehrt schriftliche Zeugnisse gibt es ungefähr ab dem 16. Jhdt. Bis heute wird Schottisch-Gälisch in den Randgebieten Schottlands gesprochen, heutzutage überhaupt nur mehr auf den Hebriden.

 

 

Ausblick

 

Die Problematik der heute noch existierenden keltischen Sprachen ist die, dass sie mehr oder weniger vom Aussterben bedroht sind. In der Vergangenheit wurde von den Nationalstaaten Großbritannien und Frankreich immer wieder versucht, die eigenständigen keltischen Kulturen zu zerstören. Bretonischen Kindern wurde in französischen Schulen verboten, ihre keltische Muttersprache zu sprechen, ebenso kymrischen Kindern in walisischen Schulen, Schottisch sprechende Menschen wurden nach Amerika deportiert, in Irland verboten die englischen Machthaber schlicht und einfach alles Irische, da man die Iren für barbarische Untermenschen hielt. Und auch Wales und Cornwall wurden vom Englischen mehr oder weniger vereinnahmt. Kein Wunder also, dass nur mehr wenige Leute eine keltische Sprache sprechen. Erst in jüngster Zeit, unter anderem auch durch die zunehmende Beliebtheit der Kelten im Rest Europas, bildet sich im keltischen Gürtel ein neues Selbstbewusstsein heraus. In Irland ist ca. seit der Gründung der Republik 1932 das Irische Pflichtfach in Schulen. Ähnliche Bestrebungen gibt es auch in der Bretagne. Aber trotz der Bemühungen, die keltischen Sprachen am Leben zu erhalten bzw. wiederzubeleben, ist es ungewiss, wie lange sie überleben werden. Nur in traditionellen keltischsprachigen Flecken des keltischen Gürtels und auch von eingefleischten Traditionalist/innen, deren Bestrebung die Erhaltung der keltischen Sprachen ist, wird also noch laufend keltisch gesprochen. Die Zukunft wird zeigen, ob diese Bemühungen ausreichen, ein europäisches Kulturerbe vor dem Aussterben zu bewahren. 

 

 

Quellen:

 

BIRKHAN Helmut, „Kelten, Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer Kultur“, Verlag der österr. Akademie d. Wissenschaften, Wien 1997.

LAMBERT Pierre-Yves, „La Langue Gauloise“, editions errance, Paris 1997.

MAIER Bernhard, „Lexikon der keltischen Religion und Kultur“, Kröner, Stuttgart 1994.

Infomaterial des Vereins Brennos der Keltologie der Uni-Wien.

 

Wer eine inselkeltische Sprache lernen will, wird in gutsortierten Buchhandlungen Lernmaterial für Irisch, Schottisch-Gälisch, Bretonisch und Kymrisch finden. Auch im Internet findet man gute Lern-Websites für die modernen kelt. Sprachen.

 

Interessierten an der gallischen Sprache empfehle ich das Buch von Lambert (s.o.) sowie das „Dictionnaire de la langue gauloise“ von Xavier Delamarre (éditions errance). Und für Freaks kann ich folgende yahoo-Group empfehlen, die eine Menge an rekonstruierten Vokabeln und Grammatik des Gallischen anbietet und eine nette Community, die bei Übersetzungsversuchen gerne hilft:

 

http://tech.groups.yahoo.com/group/celticaconlang/

 

 

 






Keltisch quatschen -
ein Crashkurs für Dummies (G)

 

[Aussprache nach der deutschen Rechtschreibung in eckigen Klammern]

1. Gallisch -- „LABARION GALLICON“
(keltische Sprache der Antike, verbreitet in einem Großteil Europas)

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er: ibe lation, ibe noxtin [nochtin]! ibe medun, ibe curmin [kurmin]!
„Trinke tagsüber, trinke nachts! Trinke Met, trinke Bier!“

 

sie: incors bocca! [inkors bocka]
„Halt den Mund!“

 

er: gnata vimpi curmi da! [gnata wimpi kurmi da]
Schönes Mädchen, bring Bier!“

 

sie: gabi curmi imon, gabre bracne! [gabi kurmi imon, gabre brakne]
„Da nimm mein Bier, du stinkender Bock!“






2. Bretonisch – BREZHONEG
(Bretagne)

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deut da zañsal tud yaouank, [döt da dsasal tüd jouank]
„Kommt, junge Leute, zum Tanz,“
pá maomp krog o kanañ [pa momp krog o kana]
Lasst uns zu tanzen beginnen.“
stokomp hon treid en douar [stokomp hon treid en duar]
„Stampft mit den Füßen auf die Erde,“
ken a greno ar gêr-mañ. [ken a greno ar gär-ma]
“bis alles hier erbebt.”


(Einleitungsgesang beim Kan Ha Diskan, dem bretonischen Wechselgesang)






3. Walisisch – CYMRAEG
(Wales)

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dros y môr y mae fy nghalon [dros i moor i mei wi njalon]
„Überm Meer ist nun mein Herz,“
dros y môr y mae f’ ochneidion [dros i moor i mei w’ ochneidion]
„überm Meer sind meine Seufzer,“
dros y môr y mae f’ anwylyd [dros i moor i mei w’ anuilid
„überm Meer ist meine Liebste -“
syn fy meddwl i bob munud [sin wi medhul i bob minid]
„immerfort in meinem Sinn...“


(Strophe aus einem walisischen Liebeslied)






4. Irisch – GAEILGE
(Irland)

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er: an bhfuil an damhsa seo agat? taispáin dhom na stepeanna, más é do thoil é!
[e uil e dause scho agat? taschpaain chrom n
e stepenii, maasch e do hoil e!]
“Kannst du diesen Tanz? Zeig mir bitte die Schritte!”

 

sie: isteach is amach! [ischtäch isch amach]
„Vor -- zurück.“


er: damanta! [damanta]
„Verdammt!“






5. Schottisch-Gälisch – GÀIDHLIG
(Schottland)

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er: gun cuireadh do chupa thairis le slàinte agus sonas!
[gun kuirej do chupa hairisch le slaantsche agus sonas!]
Möge dein Kelch mit Gesundheit und Glück übervoll sein.”

 

sie: tha an deoch air! [ha an dschoch air!]
„Er ist betrunken!“